Kopf/Herz

Wie viele gehöre ich zu den Menschen, die immer wieder zwischen Herz und Kopf bzw. Verstand stehen. Auf der einen Seite wünscht man sich endlich loslassen zu können und etwas zu riskieren, einfach mal mutig sein und wagen eventuell glücklich zu sein. Dennoch fällt mir das leider oft sehr schwer. Zu viele Gedanken, man fängt an zu verkopfen…diese typischen ‚aber was ist, wenn..‘ Fragen, die einem immer im Weg stehen. Ich bin kein besonders impulsiver Mensch, vielleicht wäre ich es geworden, denn als Kind war ich oder ist man generell viel mehr man selbst. Da probiert man aus, klettert auf alle möglichen Bäume und springt runter, hat keine Berührungsängste, plappert einfach so heraus, was einem gerade in den Kopf kommt. Das ist ziemlich schön, denn man ist in seiner Reinform und lässt sich nicht von gesellschaftlichen Erwartungen beeinflussen.  Irgendwann und ab einem gewissen Alter hört das meistens auf. Jetzt könnte man sagen, jaaa, aber das ist auch gut so, weil man ja planen muss und Verantwortung trägt, wenn man älter wird. Klar, natürlich ist das so. Aber das Herz wird auf stumm geschaltet, zumindest in meinem Fall. Wieso? Ich würde sagen Ängste. 

Angst, verletzt zu werden.

Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. 

Angst, vor Ablehnung.

Angst, zu versagen. 

Angst, zu enttäuschen.

Angst, nicht akzeptiert zu werden.

Und so weiter und sofort.

Das Ganze hat wohl auch viel mit Selbstzweifeln zu tun. Es gibt verschiedene Arten von Menschen. Manche erschüttert nichts, sie stehen da, wie ein großer Baum, der sich auch bei Sturm nicht umwerfen lässt. Zu diesen Menschen gehöre ich wohl nicht. Ich denke zu viel nach, über mich und dich, über andere, über das Leben, über Entscheidungen, die ich treffen muss. Aber das hasse ich. Entscheidungen mochte ich noch nie besonders. Wenn es ging, hab ich sie immer herausgezögert. Vielleicht hab ich einfach Angst vor Veränderung, obwohl ich auch spontane Seiten an mir habe und diese liebe, denn wenn ich spontan bin, erlebe ich die schönsten Dinge. Aber das kommt eben nur manchmal vor. 

Im Grunde weiß ich das auch alles, denn, ich denke ja viel nach und auch darüber, wer ich bin. An sich ist das etwas Gutes, es hilft einem, sich selbst besser zu verstehen, aber gerade das will man vielleicht auch oft nicht wahrhaben. Das man eben so ist, wie man ist. 

Ich sage mir immer wieder: alles hat seinen Grund und es gibt keine schlechten Entscheidungen, da jede dich im Leben in irgendeiner Weise weitergebracht hat und dich zu dem Menschen gemacht hat, der du heute bist. Nicht zweifeln und nicht grübeln, das wünsche ich mir öfters. Ich weiß, dass ich schon große Fortschritte in vielerlei Hinsicht gemacht habe :). 

Dennoch muss ich wohl noch mehr lernen, auf mein Herz zu hören. 

eure blueumi 

Das Herz sagt bleib

Der Kopf schreit geh

Herz über Kopf 

-Joris-

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