Es war einmal…

In einem Leben passiert viel. Und alles macht einen zu dem Menschen der man ist, war oder sein wird. Es ist so schwierig Dinge hinter sich zu lassen, die in der Vergangenheit passiert sind. Und auch wenn man mittlerweile so viele Zusammenhänge versteht, wieso man bestimmte Schwächen, Probleme und ähnliches hat, ist es trotzdem unglaublich schwierig diese Dinge zu ändern. Man knabbert daran. Sie sitzen auf deiner Schulter, die Schatten der Vergangenheit und sie bestimmen dein Handeln. Auch wenn du das nicht willst und auch wenn du eigentlich denkst, dass du diese Schatten begraben und verarbeitet hast. 

Ich habe Ängste. Angst davor Fehler zu machen. Und ich weiß nie, was ich will. Ich glaube, ich habe das nicht gelernt oder ich habe es verlernt und vergessen. Und diese Kombination ist fatal. 

Wenn ich nicht weiß, was ich will, wie soll ich Entscheidungen treffen? Wie soll ich wissen, ob es richtig oder falsch ist, was ich tue? 

Ich achte nur auf mein Gegenüber. Wie geht es ihm? Kann ich etwas für ihn tun? Ich will, dass es glücklich ist. Und dabei weiß ich nicht, ob ich glücklich bin? Ständig dreht sich die Gedankenspirale. Wenn ich mal denke, mir ist etwas klar geworden, fängt sie sich nach kurzer Zeit wieder zu drehen an. Und ich komme nicht voran.

Als Kind hatte ich eine zeitlang einen Albtraum, den ich immer wieder hatte.

Ich befand mich in einem geraden Tunnel. Es gab keine Möglichkeiten einen anderen Weg einzuschlagen. Ich konnte nur geradeaus. Vor mir lagen Bauklötzchen, die ich, um vorwärts zu kommen eines nach dem anderen vor mir hinlegen musste. Das tat ich. Immer und immer wieder. Doch der Weg nahm kein Ende. Er war endlos. Es gab kein Entkommen. Ich bekam Panik und dachte ich werde hier nie wieder rauskommen. Irgendwann bin ich aufgewacht. 

Dieses Gefühl keinen Ausweg zu haben, das macht mir unglaublich Angst. Auch in sozialen Beziehungen. Und auch jetzt wieder bei D. 

Es ist ist eigentlich vollkommen absurd. Das weiß ich selbst. Schließlich gibt es immer einen Ausweg und ich bin niemandem etwas verpflichtet. Aber leider habe ich dieses Gefühl. Ich will nicht verletzen. Nicht enttäuschen. Zum einen, weil ich weiß wie sich das anfühlt, wenn dich jemand wegstößt, dem du vertraut hast. Zum anderen, weil ich das Gefühl oft genug vermittelt bekam, dass ich enttäusche. Und deswegen habe ich Angst Fehler zu machen. Und so schließt sich dieser endlose Kreis wieder. 

Das wollte ich hier nur mal kurz loswerden.

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