Confusing thoughts

Zur Zeit bin ich ständig und mit allem überfordert. Da sind Verpflichtungen, die ich einhalten muss, Dinge, die ich erledigen müsste und trotzdem habe ich so das Gefühl dem Ganzen nicht so recht gewachsen zu sein. Man hat das Gefühl, als würde man auf der Stelle treten und nicht wirklich voran kommen. Es gibt auch so viel, das ich gerne machen würde. Mehr zeichnen, meine Musikbibliothek endlich mal entrümpeln und ordnen, Bücher lesen, die ich mir rausgesucht habe, neue Rezepte probieren, mit Freunden Zeit verbringen, Herbstspaziergänge machen und und und. Klar hat man auf diese ganzen Dinge viiiiel mehr Lust, als auf die, die man machen muss. Aber witzigerweise ist es bei mir so, dass ich dann meist gar nichts schaffe oder so gut wie gar nichts. Weder die Pflichten, noch das Spaßige. Und durch diesen Zustand wird man nur noch frustrierter. Dann steck ich einfach nur den Kopf in den Sand und fühl mich wie ein Siebenschläfer, der einfach den ganzen Winter durchschlummert und vor sich hin träumt. Am liebsten einfach verdrängen, ist also meist die Divise. Ich wüsste ohnehin, dass mein Gewissen noch schlechter wäre, wenn ich einfach meine Musik auf die Ohren knall und vor mich hinzeichne, weil ich ja eigentlich dringlichere Angelegenheiten zu erledigen hätte. Man trickst sich echt super selbst aus, weil der Effekt ja sowieso derselbe ist. Wahrscheinlich gibt es dafür auch irgendeine Fachbezeichnung in der Psychologie, so etwas wie Selbstmanipulation oder so.

Naja wie auch immer… und wenn ich nicht gerade damit beschäftigt bin nichts zu tun, verbringe ich Zeit mit D.

Auch hier fühle ich mich immer wieder völlig überfordert und weiß nicht so recht was ich überhaupt bei all dem empfinden soll, kann oder will? Auch hier schwanken meine Gefühe ständig hin und her. Und das nervt mich total. Kann nicht mal einfach alles unkompliziert sein? Bzw. kann ich nicht einfach mal genau wissen, was ich will und mich nicht selbst nerven? Wunderschön, geborgen, warm, glücklich, zufrieden oder zurückgezogen, misstrauisch, traurig, melancholisch, verwirrt, unentschlossen. Ja, ungefähr so wechselt das ständig.  Denksport, das ist wohl die Disziplin in der ich unschlagbare Weltmeisterin bin. Aber da würde ich gerne meinen ersten Platz abgeben. Am liebsten würde ich einfach auf einen Knopf drücken und all diese Gedanken einfach löschen oder pausieren, oder zumindest einen teil davon, so dass ich klarer sehen kann. Und weil ich eine dieser Personen bin, die eigentlich nie wirklich darüber spricht, wie es ihr geht, fühle ich mich auch immer wieder einsam. Was macht man, wenn man doch eigentlich gerne offener wäre, Freunde hätte, denen man so sehr vertraut, dass man sie einfach anrufen kann, wenn man sich schlecht fühlt. Aber ich kann das irgendwie nicht. Ich bin auch noch nie auf die Idee gekommen, mich bei meinen Freunden zu melden, wenn es mir nicht gut geht. und ich frage mich, liegt das daran, dass ich einfach nicht so ein Mensch bin? Jemand, der wirklich vertrauen kann, oder liegt es an den Leuten? Vielleicht

liegt es ja auch an beidem. Und trotzdem ist es sogar immer so, dass ich eigentlich nicht mag, wenn man mich danach fragt: Ist alles in Ordnung? Ich vermeide das wirklich, mich in irgendeiner Form zu meiner Gefühlslage äußern zu müssen. Meistens besteht sie entweder aus einem neutralen passt-Zustand oder einer melancholischen Verstimmung. Ich frage mich wann meine unbeschwerte, glückliche Art verloren gegangen ist. Denn im Großen und Ganzen habe ich eher selten das Gefühl wirklich glücklich zu sein, obwohl man mir das wohl nicht anmerkt, denn ich bin auch eine Meisterin im Verbergen.

Jedenfalls, hatte ich gerade mal wieder das Bedürfnis mein Gefühlschaos auf meinem kleinen Blog zu verewigen.

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